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Konfiguration eines Gateways

In der Statusanzeige der Konverter und Gateways befindet sich am unteren Rand des Fensters eine Schaltfläche mit der Bezeichnung Neues Gateway. Ein Klick darauf öffnet ein Fenster zum Anlegen eines Gateways.

  • Im Feld Name kann für das anzulegende Gateway ein beliebiger Name vergeben werden, der lediglich zur Identi­fikation des Gateways durch den Administrator dient. Der Name kann maximal 64 Zeichen umfassen, und es sind alle druckbaren Zeichen erlaubt, insbesondere auch Leerzeichen. Der Name sollte eineindeutig für diesen Konverter/Gateway-Server sein, um Verwechslungen zu vermeiden. 1)
  • Im Feld Konverter wird der eigentliche Konverter ausgewählt. Die für Gateways zur Verfügung stehenden Konverter haben als Ausgangsdatenstrom immer PCL5, der dann abhängig von der Aufgabe des Gateways in eine PCX-, TIFF- oder PDF-Datei umgewandelt wird. Daher wird hier eigentlich nur der Eingangsdatenstrom ausgewählt.

IPDS

Intelligent Printer Data Stream - Der Eingangsdatenstrom für IBM-Drucker unter OS/400, i5/OS, OS/390, z/OS und AIX. Der Datenstrom ist unabhängig vom Druckprinzip (Laser, Matrix, etc) einsetzbar. Das wird dadurch errreicht, daß ein IPDS-Drucker in einem Dialog mit dem Host-System seinen Druckertreiber an seine eigenen Fähigkeiten anpassen kann.

PJL

Printer Job Language - Druckdatenstrom für Laserdrucker, der zur Steuerung und Kontrolle von PCL-Druckaufträgen genutzt wird.

IGP, PGL

Intelligent Graphics Processor / Printronix Graphic Language - Der Eingangsdatenstrom für Printronix Matrix-, Laser- und Etikettendrucker. Es existieren mehrere Versionen (Ausbaustufen) des Datenstroms je nach Alter und Anwendungsgebiet des Druckers.

Prescribe

Ein spezieller textbasierter Eingangsdatenstrom für Laserdrucker der Firma Kyocera. Neben den üblichen Kommandos zur Textdarstellung und zum Druck von Graphiken, werden auch Barcodes direkt unterstützt. Es existieren auch von diesem Datenstrom mehrere Versionen.

LPD

Line Printer Daemon - Dies ist ein besonderes Gateway, das nicht direkt Druckdatenströme konvertiert, sondern dafür sorgt, daß die Konverter, die alle eingangsseitig nur eine RAW-Schnittstelle haben, auch mit dem LPD-Protokoll betrieben werden können. Dazu wird für jeden Konverter und jedes normale Gateway ein 'Umsetzer' von LPD- auf RAW-Protokoll gestartet. Der Name der Warteschlange im LPD ist der Name des Konverters oder Gateways.

File

Auch dies ist ein besonderes Gateway, das nicht direkt Druckdatenströme konvertiert, sondern dafür sorgt, daß die Konverter, die alle eingangsseitig nur eine RAW-Netzwerkschnittstelle haben, auch mit Programmen arbeiten können, die keine Druckerschnittstelle unterstützen. Dazu können Verzeichnisse im Dateisystem des Konverter/Gateway-Servers überwacht werden. Dort auftauchende Dateien werden dann automatisch an den betreffenden Konverter weitergeleitet.

  • Im Feld Port wird die Portnummer angegeben, unter der das Gateway im Netzwerk erreichbar sein soll. Die Port­nummer muß aus verständlichen Gründen für jeden konfigurierten Konverter und jedes Gateway verschieden sein. 2)
  • Im Feld Protokollierung wird der Umfang der in die Log-Datei der Managment-Konsole und in die Ablaufverfolgung einzutragenden Meldungen bestimmt. Es werden dabei drei Stufen unterschieden.

Nur Fehler

Nur Fehlermeldungen, die beim Betrieb des Servers auftreten, werden in die Log-Datei eingetragen. In der Regel beendet sich ein Konverter aufgrund eines dieser Fehler, was auch in der Statusanzeige zu sehen ist. Wenn ein Konverter nicht aktiv ist, kann der Grund dafür aus der Statusanzeige und aus der Log-Datei der Management-Konsole ausgelesen werden. Es wird keine Ablaufverfolgung geschrieben.

Fehler und
Warnungen

Neben den Fehlermeldungen werden auch Warnungen mit in die Log-Datei aufgenommen. Warnungen beziehen sich auf Situationen oder Ereignisse, die die Funktion der Konverter nicht beeinflussen, aber möglicherweise auf Probleme mit der Konfiguration hinweisen. Zusätzlich werden die Fehlermeldungen und Warnungen lokal in die Ablaufverfolgung geschrieben. Die Ablaufverfolgung kann später als Datei gesichert und zu Support-Zwecken verwendet werden.

Fehlersuche

Diese Stufe sollte nur aktiviert werden, wenn Sie von einem Supportmitarbeiter ausdrücklich dazu aufgefordert werden. Neben allen Meldungen der vorherigen Stufe werden noch interne, technische Statusmeldungen in die Log-Datei eingetragen, die es dem Supportmitarbeiter ermöglichen, eine vermutete Fehlersituation im Konverter oder im Server selbst zu beurteilen.

Zusätzlich werden lokal auf dem Server die Ablaufverfolgung und die Aufzeichnung aktiviert. Die Aufzeichnung enthält den Datenstrom, den das Gateway empfängt, also den Host-Datenstrom. Ablaufverfolgung und Aufzeichnung können später als Datei gesichert werden und zu Support-Zwecken verwendet werden.

Erweiterte Fehlersuche

Neben allen Meldungen der vorherigen Stufe werden (nur bei bestimmten Konvertertypen, z.Z. Prescribe und ZPL) zusätzlich interne Meldungen der eingebundenen Schriftenbibliothek in die Log-Datei eingetragen. Da für jede geladene Schrift und jeden geladenen Buchstaben Meldungen erzeugt werden, kann die Ablaufverfolgung in diesem Modus zu einer extrem grossen Datei anwachsen. Daher diese Protokollierungsstufe nur aktivieren, wenn Sie von einem Support­mitarbeiter ausdrücklich dazu aufgefordert werden, um Fehler im Zusammenhang mit geladenen Schriften zu suchen.

  • In den Feldern Ressourcendatei und Anpassung wird angezeigt, mit welcher Ressourcendatei das Gateway arbeiten soll. Eine Ressourcendatei enthält eine oder mehrere Beschreibungen in Form von Steuersequenzen und diversen Parametern, die es dem Gateway gestatten, sich optimal an die geforderte Funktion anzupassen. Die eigentliche Auswahl der Ressourcendatei geschieht über den Standarddialog des Windows-Systems, der durch einen Klick auf die Schaltfläche Auswahl … aufgerufen wird. In entsprechend benannten Unterverzeichnissen des convert4print-Arbeitsverzeichnisses finden sich die zu den Konvertern passenden Ressourcendateien. Abhängig von der Art und Anzahl der in der Ressourcendatei beschriebenen Anpassungen erscheint ein Dialog, in dem die gewünschte Anpassung ausgesucht und durch einen Klick auf die Schaltfläche OK ausgewählt werden kann.
  • Im Feld Skript Verzeichnis wird angegeben, in welchem Verzeichnis das Gateway die zur Erfüllung seiner eigentlichen Aufgabe notwendigen Skripte und Hilfsprogramme finden kann. Durch einen Klick auf die Schaltfläche Auswahl … kann der Standarddialog zur Auswahl von Verzeichnissen aufgerufen werden.
  • Im Feld Spool Verzeichnis wird angegeben, in welchem Verzeichnis das Gateway die bei seiner Arbeit entstehenden Zwischendateien temporär ablegen kann. Durch einen Klick auf die Schaltfläche Auswahl … kann der Standarddialog zur Auswahl von Verzeichnissen aufgerufen werden.
  • Im Feld Befehlszeile wird eine Kommandozeile eingegeben, mit der die Weiterverarbeitung der vom Gateway erzeugten PCL-Datei gestartet wird. Mit dieser Kommandozeile wird letztendlich die eigentliche Funktion des Gateways definiert. Innerhalb der Befehlszeile können folgende Platzhalter verwendet werden: %1 - Skript/Programm Verzeichnis, %2 - Spool Verzeichnis, %4 - Name der Spooldatei (ohne Extension).
  • Im Feld Index Macro kann die Nummer eines PCL-Makros angegeben werden, das zur Indexerstellung (Verschlagwortung) der erzeugten PCL-Datei verwendet werden soll. Bleibt dieses Feld leer, werden die im Eingangsdatenstrom vorgefundenen Texte zur Indizierung herangezogen.
  • Im Feld Dokumentgrenze wird angegeben, ob das Auftreten dieses Makros als Dokumentgrenze innerhalb des Druckauftrags angesehen werden soll. Auf diese Weise können Druckaufträge, die mehrere Einzeldokumente enthalten, in Einzeldokumente zerlegt und einzeln durch das Gateway weiterbearbeitet werden.

Ein Klick auf die Schaltfläche OK übernimmt die gemachten Einstellungen und das neu angelegte Gateway erscheint in der Statusanzeige des convert4print-Servers im Zustand Angehalten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Konverter nur definiert aber noch nicht aktiv.

Wie das Gateway dann gestartet wird, kann im nächsten Kapitel Betrieb nachgelesen werden.


Hinweise

  • Wenn die Protokollierung auf den Wert Fehlersuche eingestellt wird, erzeugen die Gateways für die Dauer ihrer Laufzeit eigene, lokale Dateien, in denen die Ablaufverfolgung und die Aufzeichnung abgespeichert werden. Diese Dateien können sehr groß werden. Es ist daher ratsam, immer nur ein oder zwei Konverter/Gateways pro Server im Modus Fehlersuche zu betreiben. Eine Aufzeichnung des Ausgangsdatenstroms ist bei Gateways nicht notwendig, da dies ja gerade die erzeugte PCL-Datei ist.
  • Die Ressourcendateien werden nach ihrer Auswahl in ein internes Format übersetzt, sobald der Konfigurationsdialog eines Gateways über die Schaltfläche OK verlassen wird. Das heist, daß eine Änderung an der Ressourcendatei sich nur dann auf ein Gateway auswirkt, wenn die Ressourcendatei im Konfigurationsdialog noch einmal neu ausgewählt und damit übersetzt wird. 3)
  • Der Name eines Gateways kann auch nachträglich noch beliebig verändert werden. Innerhalb des convert4print-Konverter/Gateway-Servers werden die Konverter/Gateways und alle dazugehörenden Dateien (Ressourcen, Ablaufverfolgungen, etc) mit eineindeutigen Kennungen identifiziert. Diese Kennungen werden nur innerhalb der internen Arbeitsverzeichnisse des convert4print-Systems verwendet und tauchen nach aussen nicht auf.
  • Sollen die internen Kennungen im Kontrollfeld in der Spalte Prozess 4) mit angezeigt werden, kann mit dem Registry-Editor unter 'HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\SPE Systemhaus GmbH\convert4print\c4pServer' ein DWORD mit dem Namen 'ShowConverter' und dem Wert '1' erzeugt werden. Mit dem Wert '0' oder dem Löschen des DWORDs werden wieder nur die Prozessnummern angezeigt.


1)
Wird das LPD-Gateway genutzt, gelten für den Konverternamen bedingt durch das LPD-Protokoll natürlich einige Einschränkungen. Es sollten nur Buchstaben und Ziffern verwendet werden. Leerzeichen sind unzulässig. In diesem Zusammenhang wird auf den Abschnitt Konfiguration des Line-Printer-Daemons des Handbuchs verwiesen.

2)
Wird ein neuer Drucker angelegt, oder ein existenter Drucker dupliziert, wird als Portnummer immer die höchste vergebene Portnummer plus Eins eingetragen. Eventuell vorhandene Lücken im Bereich niedrigerer Portnummern bleiben unberück­sichtigt. Die initiale Portnummer wird durch den convert4print-Installer festgelegt (vordefinierte Konverter) und ist in der Regel 9100.

3)
Gilt aktuell nicht für das Prescribe-Gateway. Dieses übernimmt Änderungen an der Ressourcedatei mit jedem Start. Wurde allerdings an der Reihenfolge der Anpassungen innerhalb der Ressourcedatei etwas verändert werden, muss auch in diesen Fällen im Konfigurationsdialog die Ressourcendatei und die Anpassung neu ausgewählt werden.

4)
Diese Spalte des Kontrollfelds ist normalerweise nicht sichtbar, weil sie initial die Breite Null hat. Sie befindet sich rechts nechts neben der Spalte Port und kann bei Bedarf durch Aufziehen in der Titelzeile der Tabelle sichtbar gemacht werden. Die ebenfalls am rechten Rand befindliche Spalte Lizenz hat für die Professional-Edition keine weitere Bedeutung und sollte ausgeblendet bleiben.

convert4print/handbuch/konfiguration_eines_gateways.txt · Zuletzt geändert: 2020-07-23 15:13 (Externe Bearbeitung)